
Seckau – eine Benediktinerabtei
In seiner Regel möchte Benedikt den Mönchen Weisung für ein Leben nach dem Evangelium Christi bieten. Es hat sich gezeigt, dass dies für jeden Christen von Bedeutung ist. Diese Lebensform ist von einem Dreiklang geprägt, der Gebet, Arbeit und Lesung umfasst. Dadurch soll es möglich werden, beständig auf dem Weg der Gottsuche zu bleiben. Die Seckauer Klostergemeinde sieht ihren Auftrag darin, in der Feier der Liturgie den Vorrang des Gebetes vor jeder Tätigkeit deutlich zu machen. In der Arbeit, die sich auf die Seelsorge in der Pfarre Seckau sowie auf die religiöse Erwachsenenbildung erstreckt, die Erziehung junger Menschen in einem Gymnasium, die auch handwerkliche Tätigkeit einschließt, soll der Dienst an den Mitmenschen konkrete Verwirklichung finden.
Eine Benediktinerabtei wie Seckau findet ihre Daseinsberechtigung jedoch nicht in einer bestimmten Tätigkeit, so wertvoll und gemeinnützig sie auch sein mag, sondern in einer ständigen Verfügbarkeit für Gottes Anruf. Die Gastfreundschaft des Klosters und die Teilnahme an seinem Leben bieten Interessierten die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erfahren und in der Feier der Liturgie eine Vertiefung für ihr Christsein zu erhalten.
Eindrücke von Pater Severin Schneider
Ich befinde mich in der Basilika unseres heiligen Klosters Seckau. Der Raum ist dunkel. Wuchtige Säulen und festungsartige Mauern umgeben mich.
Wie durch eine Allee schreite ich zwischen den Säulen nach vorne,
immer näher zum Altar, immer näher zum Kreuz Christi. Als würde man zum ewigen Leben pilgern. Eine Prozessionsstraße, man ist unterwegs.
Der romanische Kirchenbau reduziert mich auf das Wesentliche. Ich bin auf mich selbst, auf mein Inneres zurückgeworfen. Nur wer für sich sein kann, hält diese Atmosphäre längere Zeit aus.








