Wort Gottes zum Sonntag
Aus dem Evangelium zum 12. Sonntag im Jahreskreis am 23.06.2013:
Jesus sagte: Für wen haltet ihr mich?
(Lukasevangelium 9,20)
Das Evangelium zum 12. Sonntag im Jahreskreis am 23.06.2013:
In jener Zeit als Jesus in der Einsamkeit betete und die Jünger bei ihm waren, fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Messias Gottes. Doch er verbot ihnen streng, es jemand weiterzusagen. Und er fügte hinzu: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen. Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.
(Lukasevangelium 9,18-24)
Einführung in das Sonntagsevangelium:
“Seit einiger Zeit fühlen sich wieder auffallend viele Menschen von Jesus angesprochen. Diese Begeisterung für den Mann aus Nazareth, wie er mit Vorliebe genannt wird, zeigt sich an der Jesus Bewegung, an Büchern und Filmen, die sich mit seiner Person, seinen Worten und Taten beschäftigen. Welche Antwort würde Jesus heute erhalten, wenn er an jene Menschen, die sich für ihn interessieren, mit der Frage heranträte: <Für wen haltet ohr mich?> – >Du bist der große Befreier, der ideale Mensch, der Schützer der Armen und Rechtlosen, der hervorragende Lehrer, der Retter der Kranken, der Beauftragte Gottes, der Bruder aller Menschen…>, diese und viele andere Antworten könnten wir hören. Wer Jesus wirklich ist, kann nur der verstehen, der sich von ihm ergreifen lässt. Wer mit ihm geht und von ihm lernt, der erfährt, wer er ist. Deswegen ruft er auch uns in seine Nachfolge.
Lassen wir uns zur Begegnung mit ihm führen.”
(P. Othmar Stary/Abtei Seckau aus: Fürbitten und Einführungsworte)
“… damit in allem Gott verherrlicht werde” (Benediktusregel 57,9)
Die Berufung der Mönche, Gott in allem zu verherrlichen, findet auch in der schlichten und zugleich erhabenen Architektur der Gotteshäuser ihren Ausdruck. Beim Blick nach oben in unser gotisches Kreuzrippengewölbe soll der Besucher etwas von der Schönheit Gottes erahnen können.
Mehr noch als die Bauten soll das Leben der Mönche der Verherrlichung Gottes dienen. Dies kommt vor allen in der Schönheit der Liturgie zum Ausdruck. Wenn der Hl. Benedikt aber oben genanntes Zitat in seiner Regel im Kapitel über die “Handarbeit” der Mönche erwähnt, fordert er damit auf, Gott ebenso durch die Heiligung des Alltags zu verherrlichen.
Die jahrhundertealten Steine des Gotteshauses und die lebendigen Steine der Mönchsgemeinschaft, die es bewohnen – beide mögen dem Besucher unseres Klosters etwas von der Gegenwart Gottes vermitteln.









